{"id":2141,"date":"2020-01-22T20:05:54","date_gmt":"2020-01-22T20:05:54","guid":{"rendered":"https:\/\/pokerschoolde.wpengine.com\/lessons\/\/2141"},"modified":"2022-03-03T12:27:58","modified_gmt":"2022-03-03T12:27:58","slug":"benehmen-poker-etikette","status":"publish","type":"lesson","link":"https:\/\/pokerstarslearn.de\/poker\/learn\/lesson\/benehmen-poker-etikette\/","title":{"rendered":"Pokeretikette \u2013 so benimmst du dich am Pokertisch"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><p>Poker ist ein Spiel, das Nervenkitzel, Spannung, Wettkampf und Fortune miteinander verbindet und damit f\u00fcr viel Unterhaltung sorgt. Sowohl Freizeitspieler als auch Profis haben das Spiel f\u00fcr sich entdeckt und so kommt es zu ganz unterschiedlichen Anspr\u00fcchen. W\u00e4hrend die eine Gruppe von Spielern vor allen Dingen Spa\u00df haben will, nimmt die andere Gruppe das Spiel ernster und ist in erster Linie gewinnorientiert.<\/p>\n<p>Um den Spielablauf zu gew\u00e4hrleisten, gibt es klare Regeln. Ohne diese w\u00fcrde es laufend zu Diskussionen zu den vielen verschiedenen Situationen kommen und Streitereien w\u00e4ren vorprogrammiert. Nat\u00fcrlich kann es trotz Regeln zu Meinungsverschiedenheiten \u00fcber deren Auslegung kommen, dazu aber unten mehr.<\/p>\n<p>Neben den harten Regeln gibt es ungeschriebene Regeln, die weniger mit dem Spiel selbst als mit angebrachten Umgangsformen zu tun haben und das Spiel f\u00fcr alle Beteiligten so angenehm wie m\u00f6glich machen sollen. Diese ungeschriebenen Regeln\/Gesetze werden auch als Etikette bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Einhaltung der Etikette sollte jedem Spieler ein Anliegen sein, da sie den Spielablauf optimiert, die Fairness unterst\u00fctzt und den Sportsgeist erh\u00e4lt. Das tr\u00e4gt auf lange Sicht zum Spa\u00df an diesem Spiel gravierend bei.<\/p>\n<p>In diesem Artikel wollen wir auf die verschiedenen Umgangsformen am Pokertisch eingehen, wobei wir sowohl Livegames (Homegame, Casino) betrachten als auch einige Etiketteregeln, die f\u00fcr Onlinepoker relevant sind.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"c-image \">\n            <div class=\"h-inline-image\"><img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-scaled.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-scaled.jpg 2560w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-300x200.jpg 300w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-768x512.jpg 768w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_KARIM_0137-2048x1366.jpg 2048w\" data-sizes=\"100vw\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1707;\"><\/div>        <\/div>\n\n\n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><h3>Etikette 1: Respekt gegen\u00fcber den Mitspielern<\/h3>\n<p>Mitspieler sollten mit Respekt behandelt werden, unabh\u00e4ngig davon, ob es sich um gute oder schlechte Spieler handelt und ebenso unabh\u00e4ngig davon, aus welchem Kulturkreis unsere Mitspieler kommen.<\/p>\n<p>Niemand sollte aufgrund seines Aussehens, seiner Religion oder seiner Abstammung diskreditiert werden. Am Pokertisch sollte auf Diskussionen ber Politik oder Religion v\u00f6llig verzichtet werden.<\/p>\n<p>Jeder Spieler sollte sich wohlf\u00fchlen d\u00fcrfen. Eine freundliche Atmosph\u00e4re erh\u00f6ht den Unterhaltungswert f\u00fcr den Freizeitspieler und maximiert den Gewinn f\u00fcr den Profi.<\/p>\n<p>P\u00f6beln, sich betrinken und dann weder Regeln noch Etikette beachten, Streit anfangen oder sogar handgreiflich werden sind alles absolute No Gos. Auch wenn man im Fernsehen manchmal Spieler sieht, die ihre Gegner versuchen aus der Fassung zu bringen, sollte man nicht versuchen, das nachzuahmen. Oft handelt es sich hier mehr um Showeinlagen aufgrund der hohen Medienpr\u00e4senz als um tats\u00e4chliche B\u00f6sartigkeiten.<\/p>\n<h3>Etikette 2: Niemanden beleidigen<\/h3>\n<p>Es ist in Las Vegas passiert, dass ein reicher Hobbyspieler immer wieder nach Las Vegas gefahren ist, um dort aus Spa\u00df am Spiel mit den besten Profis zu spielen und aufgrund seines schwachen Spiels die Runde richtig gut zu finanzieren. Die Spieler waren sehr freundlich zu ihm, haben ihn immer herzlich begr\u00fc\u00dft, Anekdoten mit ihm geteilt, ihn bedauert, wenn er verlor und begl\u00fcckw\u00fcnscht, wenn er doch mal einen Pot gewinnen konnte.<\/p>\n<p>Die Stimmung war freundlich, jeder hatte seinen Spa\u00df und der reiche Spieler f\u00fchlte sich wohl und willkommen.<\/p>\n<p>Irgendwann schloss sich ein anderer Profipokerspieler der Runde an. Nach ein paar Stunden ging er den Million\u00e4r sehr grob an, beschimpfte ihn, was f\u00fcr ein verdammter Fisch er sei und dass er der wirklich schlechteste Spieler sei, den der Profi je erlebt h\u00e4tte. Das hat den Million\u00e4r so gekr\u00e4nkt, dass er den Spa\u00df am Spiel verlor und nie wieder einen Fu\u00df nach Las Vegas setzte.<\/p>\n<p>Die Mitspieler (allesamt Profis) waren entsprechend emp\u00f6rt \u00fcber das Verhalten ihres Kollegen, denn er hatte ihnen eine lukrative Einnahmequelle vergrault.<\/p>\n<p>Nicht umsonst hei\u00dft es: Dont tap the aquarium! Man soll also nicht ans Aquarium klopfen, da es die Fische verschreckt. Wenn ich schlechte Spieler angreife und beschimpfe, k\u00f6nnte das dazu f\u00fchren, dass sie sich erschrocken zur\u00fcckziehen und ihr Geld lieber f\u00fcr andere Freizeitaktivitten ausgeben.<\/p>\n<p>Es macht daher viel mehr Sinn, freundlich zu den schlechten Spielern zu sein. Oft kommen sie wegen der sozialen Integration, nicht um zu gewinnen. Und klar gewinnt ein schlechter Spieler hin und wieder, entweder weil er einen Suck-out landet oder weil er tats\u00e4chlich einfach die bessere Hand gehalten hat.<\/p>\n<p>Dennoch wollen wir genau diese Spieler am Tisch haben. Sie spielen viel zu oft gegen die Mathematik und werden daher auf Dauer immer verlieren. Und dann ist uns doch lieber, sie verlieren das Geld in unserer Runde als irgendwo anders.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sollte man allen Spielern gegen\u00fcber freundlich sein, unabh\u00e4ngig von ihrer Spielst\u00e4rke. Je gel\u00f6ster die Atmosph\u00e4re, desto lockerer wird gespielt. Die Gewinnabsicht tritt so selbst bei besseren Spielern oft in den Hintergrund und der Unterhaltungswert bekommt eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. Genau das ist es, was sich gewinnorientierte Spieler w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Sobald man anf\u00e4ngt, verbissen, aggressiv und unfreundlich zu werden, kann man schnell zum Feindbild werden, was den Gegnern dann ihr bestes Spiel entlockt. Warum aber sollte man sich das Leben unn\u00f6tig schwer machen?<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"c-image \">\n            <div class=\"h-inline-image\"><img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-scaled.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-scaled.jpg 2560w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-300x172.jpg 300w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-1024x587.jpg 1024w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-768x440.jpg 768w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-1536x881.jpg 1536w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/SHOWDOWN-EDIT-2048x1174.jpg 2048w\" data-sizes=\"100vw\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1468;\"><\/div>        <\/div>\n\n\n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><h3>Etikette 3: Nicht belehren!<\/h3>\n<p>Immer wieder erlebt man, dass ein Spieler seinem Mitspieler erkl\u00e4rt, wie er eine Hand besser h\u00e4tte spielen m\u00fcssen, welche Fehler er gerade begangen hat, dass er die Hand mit einer anderen Spielweise gewonnen h\u00e4tte usw.<\/p>\n<p>Dabei macht es wenig Sinn, seine Gegner laufend auf Fehler aufmerksam zu machen. In einer reinen Freizeitrunde, in der die Spieler sich treffen, um von den Fehlern der anderen zu lernen oder eben genau auf eigene Fehler aufmerksam gemacht zu werden, geht das nat\u00fcrlich in Ordnung.<\/p>\n<p>Aber in einer ernsthaften Cashgame-Runde oder in einem Turnier hat man nichts davon, wenn man dem Gegner st\u00e4ndig vorh\u00e4lt, dass er anders h\u00e4tte spielen sollen, um mehr zu gewinnen oder weniger zu verlieren. Schlie\u00dflich m\u00f6chten gerade die ambitionierten Pokerspieler die eigenen Gewinne maximieren. Macht ein Gegner also Fehler, sollte man dankbar sein und nicht st\u00e4ndig den Oberlehrer spielen. Denn wenn jeder Spieler fehlerfrei spielt, verkommt Poker zum Gl\u00fccksspiel.<\/p>\n<p>Sollte man selbst nicht an einer Gewinnmaximierung interessiert sein, wird es von den gewinnorientierten Mitspielern dennoch nicht gern gesehen, wenn man schlechte Gegner verbessert und damit zu schwierigeren Gegnern macht. Man reduziert damit deren Gewinnerwartung.<\/p>\n<p>Denn h\u00e4ufig wird ein Gegner, der st\u00e4ndig auf seine Fehler aufmerksam gemacht wird, st\u00e4rker versuchen, Fehler zu vermeiden und sein bestes Spiel zu spielen. Und wieder gilt: Warum sollte ich mir oder meinen Mitspielern das Leben unn\u00f6tig schwer machen?<\/p>\n<p>Und noch was: Eure Gegner erhalten viele Hinweise \u00fcber Euer eigenes Spiel, wenn man mit anderen Spielern laufend diskutiert und erkl\u00e4rt, wie man selbst die Hand gespielt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Beispiel: Ein \u00e4lterer Herr sitzt mit uns in einer Pokerpartie im Venitian, Las Vegas. Es kommt zu einer Hand, in der wir gegen einen jungen, schw\u00e4cheren Gegner heads up sind. Das Board ist . Unser Gegner callt unseren signifikanten Check-Raise auf dem River mit und wir zeigen , um mit einer Stra\u00dfe zu gewinnen.<\/p>\n<p>Nun sagt der \u00e4ltere Herr &#8222;Junge, wie kannst Du das nur callen. Ich h\u00e4tte hier sp\u00e4testens am Turn nur gecallt und am River sogar ein Set gefoldet&#8220;.<\/p>\n<p>Damit hat uns der \u00e4ltere Herr einige wertvolle Information gegeben. Er ist bereit, mit guten Karten Freecards zu geben, sobald das Board in irgendeiner Weise unangenehm wird. Bekommt er viel Action, gibt er sogar sehr starke H\u00e4nde auf, wenn bessere H\u00e4nde m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Dementsprechend k\u00f6nnen wir unsere Strategie anpassen (\u00f6fter bluffen etc.).<\/p>\n<p>Also. Behaltet Euer Wissen an den Pokertischen f\u00fcr Euch und gebt Freunden einen Tipp, wenn sie darum bitten oder man einen Abend noch mal Revue passieren l\u00e4sst, aber nicht w\u00e4hrend des Spiels.<\/p>\n<h3>Etikette 4: Feiern von gewonnenen Pots vermeiden<\/h3>\n<p>Es kommt selbst bei Profis immer wieder vor, dass diese den Gewinn einer Hand \u00fcberschwenglich feiern. Man sollte dabei beachten, dass im selben Moment ein oder mehrere andere Spieler eine Hand verloren haben.<\/p>\n<p>Ausspr\u00fcche wie &#8222;Come to daddy&#8220;, &#8222;Who&#8217;s your daddy&#8220; oder &#8222;Ship it, Baby&#8220; dienen eher dazu, den Frust und \u00c4rger des\/der Verlierer noch zu verst\u00e4rken und sollten daher tunlichst vermieden werden.<\/p>\n<p>Es schadet \u00fcberhaupt nichts, einen gewissen Sportsgeist zu wahren, sowohl als Gewinner als auch als Verlierer.<\/p>\n<p>Noch eklanter wird das ganze, wenn man eigentlich einen schlechten Spielzug gemacht hat (als massiver Underdog callen), dann aber eines seiner wenige Outs trifft und dem Gegner dadurch einen Bad Beat beschert. Gerade in Turnieren ist das f\u00fcr den Verlierer oft extrem bitter.<\/p>\n<p>Bei einem Suckout kann ein &#8222;Oh, I was very lucky&#8220;, &#8222;Wow&#8220; oder &#8222;Sorry&#8220; nicht schaden. Ein &#8222;Ich wusste, dass eins meiner Outs kommt, yeeaaahhhaaa&#8220; oder \u00c4hnliches ist definitv unangebracht.<\/p>\n<p>Hatte man selbst die bessere Hand, als die Chips in die Mitte gewandert sind, sind Kommentare wie &#8222;Bin ich froh, dass meine Hand gehalten hat&#8220; in Ordnung.Aussagen wie &#8222;Fisch&#8220; oder &#8222;Was hast Du Dir dabei gedacht&#8220; etc. sollte man einfach vermeiden.<\/p>\n<p>Egal ob man nun als Underdog oder Favorit gewonnen hat, das Herumspringen, Tanzen, Singen und Gr\u00f6len ist unangebracht und zeugt nicht von gutem Stil.<\/p>\n<p>Einen gewonnenen Pot ruhig und still genie\u00dfen ist der beste Weg, als fairer und korrekter Spieler wahrgenommen zu werden.<\/p>\n<p>Sollte der Gegner sehr schlecht gespielt haben, werden die Gewinner schnell verleitet, aus der Position desjenigen, der einen sch\u00f6nen Pott gewonnen hat, Ratschl\u00e4ge zu erteilen. Das sollte man aus den in Etikette 3 angef\u00fchrten Gr\u00fcnden unbedingt vermeiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"c-image \">\n            <div class=\"h-inline-image\"><img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-scaled.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-scaled.jpg 2560w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-300x200.jpg 300w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-768x512.jpg 768w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_GROUP_0150-2048x1366.jpg 2048w\" data-sizes=\"100vw\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1707;\"><\/div>        <\/div>\n\n\n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><h3>Etikette 5: Sich \u00fcber verlorene Pots \u00e4rgern<\/h3>\n<p>Genauso wenig, wie man sich \u00fcber gewonnene P\u00f6tte \u00fcberm\u00e4\u00dfig freuen sollte, sollte man seinen \u00c4rger \u00fcber verlorene P\u00f6tte im Griff haben.<\/p>\n<p>Karten zerrei\u00dfen, Spieler und Dealer beschimpfen, rumstampfen, auf den Tisch schlagen oder die Chips in der Gegend rumwerfen sind alles Negativbeispiele.<\/p>\n<p>Selbst ein Bad Beat sollte einen nicht aus der Fassung bringen. Wer genug Erfahrung hat wei\u00df, dass Bad Beats irgendwann vorkommen werden. Das kann auch mehrmals hintereinander passieren. Man sollte sich dar\u00fcber eher freuen, da man einen Gegner gefunden hat, der bereit ist, als Underdog gro\u00dfe Mengen Geld zu riskieren. Genau das, was uns langfristig hohe Gewinne beschert.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gelten die anderen Etikette-Punkte weiterhin. Einen Gegner zu belehren, wie schlecht er doch gespielt h\u00e4tte und wie viel Gl\u00fcck er gehabt habe, machen wenig Sinn. Lieber sagen &#8222;nice hand&#8220; und hoffen, dass der Gegner in der n\u00e4chsten \u00e4hnlichen Situation genauso spielt. Schlie\u00dflich wollen wir unser Geld zur\u00fcckgewinnen.<\/p>\n<h3>Etikette 6: Casino-Personal respektieren<\/h3>\n<p>Ein Dealer wird vom Casino bereitgestellt, um den Ablauf des Spiels zu beschleunigen, die Einhaltung der Regeln im Sinne aller Spieler zu gew\u00e4hrleisten und die Zahlungsstr\u00f6me (Verlierer zahlt Gewinner aus) zu \u00fcberwachen. Daf\u00fcr sollten wir dankbar sein.<\/p>\n<p>Die Verteilung der Karten ist zuf\u00e4llig, da wir davon ausgehen, dass ordentlich gemischt wird.<\/p>\n<p>Sollte man carddead sein, also eine Zeitlang keine spielbaren Karten bekommen oder jeden Flop verpassen, bzw. den ein oder anderen Bad Beat kassieren, dann ist das Teil der Varianz, die wir live und online erleben und ist nicht die Schuld des Dealers oder des Pokerraums.<\/p>\n<p>Es macht daher \u00fcberhaupt keinen Sinn, den Dealer zu beschimpfen, anzup\u00f6beln oder sogar handgreiflich zu werden.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass einige Profis gerade diese Etikette eklatant missachten. So wurde schon beobachtet, wie Spieler dem Dealer die Karten ins Gesicht werfen und ihn dabei noch extrem beschimpfen. Das ist ein gravierender Versto\u00df gegen die Etikette und sollte mit Hausverbot oder Turnier-Disqualifikation geahndet werden.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"c-image \">\n            <div class=\"h-inline-image\"><img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-scaled.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-scaled.jpg 2560w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-300x142.jpg 300w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-1024x485.jpg 1024w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-768x364.jpg 768w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-1536x728.jpg 1536w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_FACE_OFF_0019-2048x970.jpg 2048w\" data-sizes=\"100vw\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1213;\"><\/div>        <\/div>\n\n\n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><h3>Etikette 7: Regelstreitigkeiten<\/h3>\n<p>Hin und wieder kommt es zu Diskussionen \u00fcber die Auslegung von Regelfragen. Dies wird dadurch gef\u00f6rdert, dass es in vielen Casinos Hausregeln gibt, die oft von den Standard-Regeln abweichen.<\/p>\n<p>Die Reihenfolge der Regeln ist:<\/p>\n<ul>\n<li>Standardregeln<\/li>\n<li>Sonderregeln (z.B. im Turnier)<\/li>\n<li>Hausregeln (z.B. im Casino)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man sollte sich \u00fcber Abweichungen von den Standard-Regeln vorher informieren.<\/p>\n<p>Beispiel: In einem Casino gilt die Regel, dass eine Hand tot ist, sollte man eine oder mehrere Karten zeigen, obwohl es noch keinen Showdown gibt (also weitere Action m\u00f6glich ist).<\/p>\n<p>Nun hat ein Spieler gesetzt, ein Gegner foldet und der Setzer zeigt die Nuts, vollkommen vergessend, dass noch ein weiterer Spieler in der Hand ist, der noch \u00fcberlegt, ob er callen soll oder nicht.<\/p>\n<p>Die generelle Regel lautet, dass der Spieler, der die Karten gezeigt hat, seine Hand nur noch passiv weiterspielen darf (also maximal callen oder folden (z.B. auf ein Raise hin), selbst aber nach einem Raise des Gegners nicht erneut erh\u00f6hen darf).<\/p>\n<p>Die Hausregel besagt aber, dass die Hand tot ist und so gewinnt der Spieler, der eigentlich noch gar nicht entschieden hatte, ob er callen will oder ni.<\/p>\n<p>Es macht also Sinn,<\/p>\n<ul>\n<li>sich zu Beginn einer Partie \u00fcber die Hausregeln zu informieren<\/li>\n<li>die Action am Tisch immer genau zu verfolgen (um nicht aktive Spieler zu \u00fcbersehen)<\/li>\n<li>Karten erst aufzudecken, wenn der Dealer den \u201eShowdown&#8220; annonciert.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Kl\u00e4rung von Regelfragen<\/h4>\n<p>Die Entscheidung eines Dealers ist generell zu akzeptieren.<\/p>\n<p>Hat man den Eindruck, dass sich der Dealer unsicher ist und man ist davon \u00fcberzeugt, die Regel anders zu kennen, kann man darum bitten, dass der Floormanager hinzu gerufen wird. Darauf hat man als Spieler ein Anrecht und dieses kann man h\u00f6flich einfordern. Man bleibt dabei ruhig und freundlich.<\/p>\n<p>Der Floormanager ist normalerweise die zweite und letzte Instanz und seine Entscheidung wird akzeptiert. Das Spiel wird dann z\u00fcgig und ohne weitere Verz\u00f6gerung fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nur wenn auch der Floormanager verunsichert ist oder eine offensichtliche Regell\u00fccke hat, kann eine dritte Instanz angerufen werden, der Turnierdirektor oder der Casinochef. Dazu sollte es aber wirklich nur kommen, wenn es<\/p>\n<p>gravierende Gr\u00fcnde daf\u00fcr gibt (weil der Floorman selbst extrem unsicher war)<br \/>\ndie Auswirkung der Fragestellung entsprechend weitreichend ist (z.B. weil man der Meinung ist, der Dealer habe falsch gewechselt, ein Spieler hat nicht ordentlich nachgezahlt, es ein Missverst\u00e4ndnis gab, dessen finanzielle Auswirkung massiv ist, die Entscheidung das Turnierleben eines Spielers beenden kann).<\/p>\n<p>Dabei ist zu beachten: Fragen und Sachverhalte werden ruhig und sachlich vorgetragen. Man versucht, den Vorgang so wahrheitsgetreu wie m\u00f6glich darzulegen. Im Notfall (wenn der Dealer z.B. einen krassen Regelversto\u00df oder eine Aktion den Pott betreffend nicht richtig mitbekommen hat), kann man darum bitten, die Kameraaufzeichnung zu kontrollieren. Aber auch das ist eine Option, die so gut wie nie eingefordert werden sollte, da sie einen erheblichen Aufwand nach sich zieht.<\/p>\n<p>Damit man den Spielbetrieb nicht unn\u00f6tig aufh\u00e4lt, sollte man bis zur finalen Kl\u00e4rung einer strittigen Situation versuchen, das Spiel wieder aufnehmen, sofern wir uns nicht im Turnier befinden und es sich dort zum Beispiel um eine All-in-Entscheidung handelt.<\/p>\n<h3>Etikette 8: Trinkgeld geben<\/h3>\n<h4>Trinkgeld f\u00fcr die Dealer<\/h4>\n<p>Im Cashgame ist der Dealer (bzw. das Personal) darauf angewiesen, Trinkgeld von den Spielern zu bekommen. Das Grundgehalt ist entsprechend niedrig kalkuliert und wird auch erst mal aus dem Tronk (= der Topf mit allen Trinkgeldern) gezahlt, inklusive Arbeitgeberanteile, bevor es dann wirklich zu einem Bonus f\u00fcr die Mitarbeiter kommt.<\/p>\n<p>Daher ist es \u00fcblich, dass man im Casino bei einem gewonnen Pott Trinkgeld gibt, je nach H\u00f6he des Potts. Spielt man z.B. $1\/$2 NL Hold&#8217;em und gewinnt einen Pott von $150, so kann man ruhig ein bis zwei Dollar Trinkgeld geben.<\/p>\n<p>Kassiert man nur die Blinds, da auf den eigenen Raise hin alle passen, wird nat\u00fcrlich kein Trinkgeld erwartet. Dasselbe gilt f\u00fcr sehr kleine P\u00f6tte, die nicht erh\u00f6ht wurden und ohne gro\u00dfe Action am Flop beendet werden.<\/p>\n<p>Als grobe Orientierung kann man 1% des Potts ins Auge fassen. Bei einem sehr gro\u00dfen Pott f\u00e4llt das Trinkgeld dann aber wieder kleiner aus, da z.B. bei einem $15.000 Pott selten $150 Dollar an Trinkgeld gegeben werden. Hier liegt das Tip eher bei $20-$50.<\/p>\n<p>Die H\u00f6he des Trinkgeldes ist auch abh\u00e4ngig von der H\u00f6he des Rakes. In einigen Casinos (in Deutschland z.B.) wird das Rake auf 10,- Euro gedeckelt. Hier kann man sich bei \u00fcblichen Pottgr\u00f6\u00dfen ruhig an die 1% Regelung halten. Andere Casinos nehmen aber pauschal 5% Rake mit einer Deckelung bei 50,- Euro. Unter solchen Bedingungen ist es sogar vertretbar, gar kein Trinkgeld zu geben und nur die wirklich gro\u00dfen P\u00f6tte zu honorieren.<\/p>\n<h4>Trinkgeld f\u00fcr Servicekr\u00e4fte<\/h4>\n<p>Es gibt Turniere, bei denen man bereits eine \u201eVerpflegungspauschale&#8220; gezahlt und damit unbegrenzt Freigetr\u00e4nke am Pokertisch erworben hat (wobei das f\u00fcr spezielle alkoholische Getr\u00e4nke oft nur eingeschr\u00e4nkt gilt oder nicht greift). Es kann auch vorkommen, dass man in einem Casino spielt (z.B. USA), in dem man in den Spielbereichen mit Freigetr\u00e4nken versorgt wird.<\/p>\n<p>Hier ist es \u00fcblich, den Bedienungen Trinkgeld zu geben. In den USA hat sich durchgesetzt, pro Getr\u00e4nk $1 zu geben (z.B. bei der WSOP). Sollte man kein passendes Kleingeld haben, kann man auch mit Chips zahlen. Nat\u00fcrlich nicht im Turnier. Hat man etwas zu gro\u00dfe M\u00fcnzen (oder Chips, z.B. als kleinsten Chip einen $5 Chip), dann kann man<\/p>\n<ul>\n<li>entweder im Voraus f\u00fcr die n\u00e4chsten Drinks mit bezahlen<\/li>\n<li>vereinbaren, dass man nach dem dritten Drink zahlt<\/li>\n<li>ein paar Mitspieler einladen, die sich dann in der Regel revanchieren sollten<\/li>\n<\/ul>\n<p>M\u00fcssen Getr\u00e4nke extra bezahlt werden, sollte sich das Trinkgeld im \u00fcblichen Rahmen bewegen (10% des Getr\u00e4nkepreises). Nur in Ausnahmen, in denen die Getr\u00e4nkepreise massiv \u00fcberh\u00f6ht sind, kann man entweder auf Trinkgeld wieder ganz verzichten (sozusagen aus Protest) oder nach unten von der 10% Regel abweichen.<\/p>\n<h3>Etikette 9: Das Spiel nicht unn\u00f6tig verz\u00f6gern<\/h3>\n<p>Man sollte seine Aktionen am Pokertisch z\u00fcgig ausf\u00fchren.<\/p>\n<p>Hat man eine wirklich schwierige Entscheidung zu f\u00e4llen, ist es legitim, die Hand nochmal Revue passieren zu lassen, um Hinweise \u00fcber die St\u00e4rke der gegnerischen Hand zu finden.<\/p>\n<p>Es gibt aber zum Beispiel Zeitgenossen, die sich f\u00fcr jede Entscheidung (auch f\u00fcr eine einfache) extrem viel Zeit lassen und damit das gesamte Spiel verz\u00f6gern. Das nervt insbesondere Spieler, die \u00fcblicherweise online spielen und sowieso einen deutlich schnelleren Ablauf gewohnt sind.<\/p>\n<p>Wenn ich also eine Hand habe, die ich eh nicht spielen m\u00f6chte, dann sollte ich die Hand auch z\u00fcgig folden und nicht erst meine Gegner zur Linken scannen, dann meine Gegner zur Rechten und schlie\u00dflich noch die H\u00f6he des Pots ansagen lassen. Auch \u00fcber einen Check minutenlang nachzudenken ist in nahezu allen F\u00e4llen ma\u00dflos \u00fcbertrieben.<\/p>\n<p>Klar kann man in bestimmten Situationen durch eine leichte Verz\u00f6gerung seiner Aktion versuchen, Schw\u00e4che zu signalisieren. Aber wenn jemand nach einer Minute Hollywood pl\u00f6tzlich raist, wird auch der verschlafenste Mitspieler erahnen, dass dieser Spieler wohl eher eine starke Hand h\u00e4lt und die ganze Verz\u00f6gerung war umsonst.<\/p>\n<h4>Essen am Pokertisch<\/h4>\n<p>\u00c4hnliches gilt, wenn man sich was zu essen bestellt hat und dieses direkt am Pokertisch verzehrt. Es st\u00f6rt ungemein, wenn der Dealer den Esser immer wieder darauf hinweisen muss, dass er nun an der Reihe ist, dieser dann erst noch einen Bissen in den Mund schiebt, seine H\u00e4nde umst\u00e4ndlich an der Serviette (oder Hose, he, he) abwischt (na, immerhin!), dann in seine Karten sieht, noch mal fragt: &#8222;Wer ist dran?&#8220; oder: &#8222;Wer hat erh\u00f6ht?&#8220; und nach der monotonen Antwort des Dealers: &#8222;Sie sind dran, es gab noch keine Erh\u00f6hung&#8220; mit einem Grinsen im Gesicht sagt: &#8222;\u00c4hhhhh, I check&#8220; und wieder mit dem Essen fortf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Am besten ist es, in diesem Fall einfach kurz auszusetzen, bis man mit dem Essen fertig ist. Sollte man auf das Spielen der paar H\u00e4nde nicht verzichten wollen, sollte man zumindest versuchen, der Action am Tisch entsprechend zu folgen und seine Aktionen rechtzeitig vorzubereiten (also entsprechend bereit sein, wenn man an der Reihe ist).<\/p>\n<p>M\u00fchsam ist es auch, wenn Spieler sich mit Au\u00dfenstehenden unterhalten und vom Dealer mehrfach darauf aufmerksam gemacht werden m\u00fcssen, dass sie nun an der Reihe seien, dann noch kurz weiterreden, einen Blick in die Karten werfen, das Gespr\u00e4ch wieder fortsetzen und dann auf eine weitere Aufforderung des Dealers hin, dass man sich bitte entscheiden m\u00f6ge, nun zu folden, zu callen oder zu raisen schlie\u00dflich ohne einen weiteren Blick in die Karten zu werfen diese endlich in die Mitte schieben. Auch hier bitte eine kurze Auszeit nehmen und sp\u00e4ter an den Tisch zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Das Aufstehen vom Tisch, um z. B. der Action am Nachbartisch zuzusehen, h\u00e4lt das Spiel auch unn\u00f6tig auf, sollte man nicht bereits gefoldet haben. Zudem st\u00f6rt es die anderen Spieler in ihrer Konzentration, da es extreme Unruhe ins Spiel bringt. Ganz extrem ist dies in gr\u00f6\u00dferen Turnieren, wenn st\u00e4ndig ein oder mehrere Spieler aufspringen, um zu sehen, was am Nebentisch abgeht. Also bitte auf den eigenen Tisch konzentrieren oder den Cardroom einfach nur als Zuschauer besuchen.<\/p>\n<h4>Schwierige Entscheidung<\/h4>\n<p>Sollte man eine wirklich schwierige Entscheidung haben, ist es manchmal vorteilhaft, wenn man ank\u00fcndigt, dass man kurz \u00fcberlegen m\u00fcsse. Das verhindert, dass man durch den Dealer in seinen eventuell stattfindenen Potodds-Berechnungen unterbrochen wird oder die anderen Spieler ungeduldig werden.<\/p>\n<p>Man sollte es aber auch dann nicht \u00fcbertreiben und zeitnah eine Entscheidung f\u00e4llen.<\/p>\n<h4>Tr\u00e4umen<\/h4>\n<p>Sollte ein Spieler tr\u00e4umen (was hin und wieder vorkommt) und nicht merken, dass er an der Reihe ist, so kann ein Mitspieler h\u00f6flich darauf hinweisen oder einfach den Dealer fragen, wo die Action ist bzw. wer an der Reihe ist. Manchmal ist n\u00e4mlich auch der Dealer gerade mal nicht bei der Sache, wird daraufhin aber aktiv und macht den tr\u00e4umenden Spieler darauf aufmerksam, dass er an der Reihe ist.<\/p>\n<p>Es kommt auch vor, dass bereits alle Spieler gecheckt haben, der Dealer das aber nicht mitbekommen hat und daher alle darauf warten, dass die n\u00e4chste Gemeinschaftskarte aufgedeckt wird. In diesem Fall kann man den Dealer ebenfalls h\u00f6flich darauf aufmerksam machen, dass bereits alle gecheckt haben.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"c-image \">\n            <div class=\"h-inline-image\"><img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-scaled.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-scaled.jpg 2560w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-300x200.jpg 300w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-768x512.jpg 768w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/pokerstarslearn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/POKERSTARS_02_POKER_GAME_CRYSTAL_0087-2048x1366.jpg 2048w\" data-sizes=\"100vw\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1707;\"><\/div>        <\/div>\n\n\n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><h3>Etikette 10: Spielern Zeit zum \u00dcberlegen geben<\/h3>\n<p>Prinzipiell sollte man seine einfachen Aktionen schnell durchf\u00fchren. Nun ist Poker aber kein wirklich triviales Spiel und es gibt Situationen, in denen es notwendig ist, die gesamte Hand nochmal durchzuspielen, da man vor eine schwerwiegende Entscheidung gestellt wird.<\/p>\n<p>Gerade wenn es um einen gro\u00dfen Pot geht, man aber nicht die Nuts h\u00e4lt, oder wenn es in einer wichtigen Turnierphase um einen Gro\u00dfteil des eigenen Stacks geht, kann eine Entscheidung etwas Zeit verlangen. Man muss auf der Suche nach Hinweisen \u00fcber die St\u00e4rke des Gegners oft s\u00e4mtliche Schritte der Hand nochmal Revue passieren lassen, Potodds-Berechnungen anstellen und versuchen, Tells des Gegners zu erhaschen. Das braucht etwas Zeit.<\/p>\n<p>In diesem Fall ist es von Mitspielern extrem unh\u00f6flich, gleich &#8222;Time&#8220; zu rufen, erst recht, wenn man gar nicht in der Hand ist. Klar, wenn man den Eindruck hat, der Gegner m\u00f6chte auf Zeit spielen (z. B. auf der Bubble eines Turniers, wenn noch nicht hand-by-hand gespielt wird), oder genau dieser Spieler immer so lange \u00fcberlegt, kann man ihn bitten, etwas Gas zu geben.<\/p>\n<h4>&#8222;Time&#8220; rufen<\/h4>\n<p>Wer &#8222;Time&#8220; ruft, fordert den Dealer oder den Floorman damit auf, dem \u00fcberlegenden Spieler ein zeitliches Limit zu setzen, \u00fcblicherweise 60 Sekunden. Entscheidet sich der Spieler in dieser Zeit nicht f\u00fcr eine Aktion, wird die Hand \u00fcblicherweise gefoldet (wobei immer noch ein bisschen nach Ablauf der Zeit zugewartet wird, durchschnittlich f\u00fcnf bis zehn Sekunden, allerdings mit der klaren Aufforderung, JETZT eine Entscheidung zu f\u00e4llen).<\/p>\n<p>Diese Option sollte von Mitspielern nur gew\u00e4hlt werden, wenn<\/p>\n<ul>\n<li>offensichtlich eine einfache Entscheidung vorliegt (z. B., weil ein Spieler nur noch einen l\u00e4cherlichen Betrag in einen riesigen Pot investieren muss, um den Showdown zu erreichen)<\/li>\n<li>der betroffene Spieler nun wirklich schon extrem lang \u00fcberlegt und man nicht den Eindruck hat, dass seine \u00dcberlegungen in eine zeitnahe Aktion m\u00fcnden<\/li>\n<li>wenn dieser Gegner eigentlich immer \u00fcber Geb\u00fchr lang \u00fcberlegt und dann in der Regel passiv checkt oder nur callt<\/li>\n<li>der Spieler offensichtlich auf Zeit spielt<\/li>\n<\/ul>\n<p>In manchen Casinos ist auch der Dealer berechtigt, &#8222;Time&#8220; zu rufen. Das ist zwar ungew\u00f6hnlich, l\u00f6st aber denselben 60-Sekunden-Countdown aus.<\/p>\n<h3>Etikette 11: Immer der Reihe nach<\/h3>\n<p>Man wartet mit seiner Aktion, bis man an der Reihe ist.<\/p>\n<p>Diese Etikette bezieht sich logischerweise nur auf Livegames, da online die Software daf\u00fcr sorgt, dass man nicht au\u00dferhalb der Reihenfolge agieren kann.<\/p>\n<h4>Folden out-of-turn<\/h4>\n<p>Live sieht man diesen Fauxpas aber recht h\u00e4ufig. Gerade mit dem Folden ihrer H\u00e4nde wollen sich viele Spieler nicht die Zeit nehmen, auf die Aktionen der Spieler rechts von ihnen zu warten.<\/p>\n<p>Generell k\u00f6nnte man meinen: Na ja, ist doch egal, ich steig ja eh aus der Hand aus.<\/p>\n<p>Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Denn meine Handlung kann durchaus die Aktionen der Spieler vor mir beeinflussen und damit Spielern Vor- bzw. Nachteile bescheren.<\/p>\n<p>Beispiel: Ein Spieler muckt seine Hand grunds\u00e4tzlich sobald er entschieden hat, dass er sie nicht spielen m\u00f6chte, egal, ob er schon an der Reihe ist oder nicht. Seine Blinds hat er recht h\u00e4ufig verteidigt, wenn er in der Hand geblieben ist.<\/p>\n<p>Nun sitzt der besagte Spieler im Small Blind und foldet out-of-turn, w\u00e4hrend der Button noch \u00fcberlegt, ob er mit einer marginalen Hand die Blinds stehlen soll.<\/p>\n<p>Da der Small Blind bereits gefoldet hat, steigen seine Chancen, mit einem Steal durchzukommen immens, denn nun kann nur noch der Big Blind Widerstand leisten.<\/p>\n<p>Der Button kann also sowohl seine Raise-Gr\u00f6\u00dfe h\u00f6her w\u00e4hlen, sodass der BB sehr schlechte Odds bekommt, und auch die Range seiner H\u00e4nde nach unten erweitern, da sein Steal gegen einen Gegner eine deutlich h\u00f6here Erfolgschance hat als gegen zwei Gegner. Ein klarer Vorteil f\u00fcr ihn, ein klarer Nachteil f\u00fcr den Big Blind.<\/p>\n<p>Noch ein Beispiel: Der Spieler UTG raist auf 3,5 BB. Der Spieler links von ihm \u00fcberlegt kurz und callt dann. Der Big Blind, ein sehr loose-aggressiver Spieler, der bereits einige Male erfolgreich einen Squeeze gespielt hat, reraist erneut auf 15 BB.<\/p>\n<p>Unser Spieler UTG ist sich sicher, gegen die Range des BB guten Gewissens callen oder sogar 4-betten zu k\u00f6nnen, wei\u00df aber nicht, ob sein linker Nachbar nicht vielleicht mit einem Monster lauert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend er nun \u00fcberlegt, muckt sein linker Mitspieler pl\u00f6tzlich seine Hand, obwohl er noch gar nicht an der Reihe ist. Damit wei\u00df der Spieler UTG,<\/p>\n<ul>\n<li>dass er heads-up gegen den Bigblind spielen kann<\/li>\n<li>dass er f\u00fcr den Rest dieser Hand Position hat<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das sind zwei sehr spielbeeinflussende Faktoren. Durch seinen Fold au\u00dferhalb der vorgeschriebenen Reihenfolge hat der Spieler UTG+1 dem Reraiser (Big Blind) also einen gravierenden Nachteil verschafft, da somit sein Squeeze-Play zun\u00e4chst gescheitert ist, da es gegen einen Gegner nicht funktioniert. Seine Hand wurde damit auf das reine Starthand-Value reduziert.<\/p>\n<p>So hat also der UTG-Spieler einen klaren Vorteil bekommen, der Squeezer einen klaren Nachteil, was klar gegen das Fairness-Prinzip verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Also selbst Folden kann die Spieldynamik am Tisch wesentlich beeinflussen, sofern es out-of-turn erfolgt.<\/p>\n<h4>Callen\/Erh\u00f6hen out-of-turn<\/h4>\n<p>Noch mehr Gewicht haben Aktionen wie Callen oder Raisen, sollten diese nicht in der vorgeschriebenen Reihenfolge annonciert werden.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnten durch einen Call pl\u00f6tzlich Spieler in den Pot eingepreist werden, die sonst vielleicht aus Furcht vor einem Raise gefoldet h\u00e4tten, was wiederum weitere Spieler auf sp\u00e4teren Positionen zu einem Limp bewegen k\u00f6nnte, da sie ja nun noch bessere Potodds bekommen.<\/p>\n<p>Ein zu fr\u00fch angek\u00fcndigter Raise kann Spieler verschrecken, die vielleicht callen wollten, oder aber Spieler, die eigentlich selbst raisen wollten, nun zu einem Check bzw. Call verleiten, um dann noch mal over-the-top zu kommen, wenn die Aktion nach einem Raise zu ihnen zur\u00fcckkommt.<\/p>\n<p>Wie auch immer die einzelne Situation aussehen mag, das Agieren au\u00dferhalb der korrekten Reihenfolge kann wesentlichen Einfluss auf den Spiel- bzw. Setzverlauf haben und sollte daher tunlichst vermieden werden.<\/p>\n<p>Noch verp\u00f6nter ist es, wenn jemand out-of-turn agiert, um die Gegner bewusst zu t\u00e4uschen oder zum Folden zu bewegen.<\/p>\n<p>Beispiel: Ein looser Spieler raist UTG. Er erh\u00f6ht viele H\u00e4nde, foldet aber schnell, wenn die Gegner Widerstand leisten.<\/p>\n<p>Der Big Blind hat eine Hand, mit der er gern den loosen Spieler spielen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Nun \u00fcberlegt aber der Button offensichtlich, ob er ebenfalls in die Hand einsteigen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Um dies zu verhindern, annonciert der Big Blind pl\u00f6tzlich &#8222;Reraise&#8220;. Der Dealer sagt &#8222;Sie sind noch nicht an der Reihe&#8220;. Der Button reagiert mit einem &#8222;Aber danke f\u00fcr die Info&#8220;, grinst und foldet.<\/p>\n<p>Der UTG-Raiser foldet und der Big Blind gewint die Hand bereits vor dem Flop.<\/p>\n<p>Durch sein unfaires Verhalten hat sich der Big Blind also einen entscheidenden Vorteil verschafft.<\/p>\n<h4>Zu fr\u00fche Aktionen provozieren<\/h4>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es ebenfalls ein Versto\u00df gegen die Etikette, wenn Spieler versuchen, durch eine Verz\u00f6gerung der eigenen Aktion ihre Mitspieler zu einer vorschnellen Aktion zu ermuntern.<\/p>\n<p>Beispiel: Manchmal kommt es vor, dass Spieler ihre Karten so halten\/verdecken, dass nachfolgende Mitspieler nicht bemerken, dass vor ihnen noch jemand im Spiel ist.<\/p>\n<p>Wenn dann die &#8222;unsichtbaren&#8220; Spieler zus\u00e4tzlich keine Anstalten machen, irgendeine Aktion zu machen, kann das dazu f\u00fchren, dass nachfolgende Spieler aus Gr\u00fcnden des Rhythmus ihre H\u00e4nde bereits folden, callen oder erh\u00f6hen. Damit h\u00e4tte sich der passive, &#8222;unsichtbare&#8220; Spieler einen gro\u00dfen Vorteil verschafft.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es Aufgabe des Dealers, die Aktionen der einzelnen Spieler zu \u00fcberwachen. Aber je mehr die Spieler am Tisch nach den Regeln und der Etikette verfahren, desto fairer wird das Spiel.<\/p>\n<h4>Man muss dringend mal weg<\/h4>\n<p>Sollte man aus welchen Gr\u00fcnden auch immer sein Spiel dringend unterbrechen m\u00fcssen, man ist aber noch nicht an der Reihe, kann man seine Karten einfach liegen lassen und aufstehen. Sollte man an die Reihe kommen und nicht am Tisch sitzen, werden damit die Karten automatisch gefoldet.<\/p>\n<p>Zwar \u00e4ndert ein solches Vorgehen nichts an der Tatsache, dass man seinen Mitspielern einen Hinweis darauf gibt, dass man diese Hand wohl nicht aktiv spielen wird, aber immer noch besser, als die Hand gleich in die Mitte zu schieben.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ol>\n<li>Man sitzt in sp\u00e4ter Position,<\/li>\n<li>die Spieler vor einem agieren sehr langsam,<\/li>\n<li>man selbst muss aber dringend mal zu den Waschr\u00e4umen,<\/li>\n<li>die Hand ist schlecht genug, um sie in diesem Fall einfach zu folden und<\/li>\n<li>eventuell schafft man es rechtzeitig wieder zur\u00fcck an den Tisch<\/li>\n<\/ol>\n<p>Man l\u00e4sst die Karten liegen, geht schnell in den Waschraum, eilt zur\u00fcck und die Action ist noch zwei Pl\u00e4tze links von einem. Man setzt sich wieder und hat noch alle Optionen, wenn man selbst an der Reihe ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n                <div class=\"c-text-block\">\n                            \n<div class=\"c-rich-text\">\n    <p><h2>Direkt-Links<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pokerstarsreplayer.com\/\"><strong>Hand Replayer<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--- Hidden ---><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pokerstars.de\/poker\/learn\/frag-einen-raise-your-edge-coach-auf-dem-pokerstars-discord\/\" rel=\"noopener\"><div class=\"h-inline-image\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7850 size-full lazyload\" data-src=\"https:\/\/pokerstarslearn.de\/\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/PSCS-4558_PS_750x250.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"250\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 750px; 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