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Die schlechteste Denkweise zum Poker spielen

April 25, 2022
von Raise Your Edge

Es gibt eine richtige und eine falsche Herangehensweise, um sich dem mentalen Aspekt von Poker zu nähern – und selbst die besten Profispieler machen es oft falsch.

Auch erfolgreiche Spieler haben oft mit einer bestimmten Denkweise zu kämpfen, die dem unmittelbaren und langfristigen Erfolg im Wege steht. Dies nennt man auch die feststehende Denkweise.

Im Anschluss schauen wir uns näher an, was typisch für eine feststehende Denkweise ist, und welche Anzeichen es dafür gibt, dass du davon betroffen bist. Vorher wollen wir aber kurz auf die ideale Denkweise eingehen, die jeder Spieler haben sollte: eine Wachstumsdenkweise.

Wachstumsdenkweise

Wer eine wachstumsorientierte Einstellung zeigt, ist der Meinung, dass er an jedem Aspekt von sich selbst arbeiten und darin besser werden kann.

Das ist eine wirkungsvolle Überzeugung, die dir zu wichtigem persönlichen Wachstum verhelfen kann, denn damit wird dein Potenzial nicht durch persönliche Umstände, Familie, Kultur, Politik oder andere Hindernisse eingeschränkt.

Einfach ausgedrückt: Eine Wachstumsdenkweise schenkt dir das Selbstvertrauen, dass du alles meistern kannst – selbst wenn du bislang sehr schlecht darin bist. Es ist die Überzeugung, dass du jede Herausforderung bezwingen kannst, wenn du es nur genug willst.

Schauen wir uns jetzt an, was eine feststehende Denkweise ist.

Feststehende Denkweise

Wer eine feststehende Denkweise hat, schreibt sich selbst unverrückbare pauschale Label zu – und damit wird es schwer, am Pokertisch langfristig Erfolg zu haben.

So wie du einem Gegner am Pokertisch vielleicht nach ein oder zwei Händen das Label eines schlechten Spielers verpassen würdest, nutzen wir diese allgemeinen Urteile oft auch für uns selbst.

Wenn wir einen Spieler als „schlecht“, „Tilt-anfällig“ oder „Calling Station“ beurteilen, haben wir meistens nicht genug Informationen, um zu diesem Schluss zu gelangen. Es ist eine Verallgemeinerung, die richtig oder falsch sein kann – sicher wissen wir es nicht. Das Problem ist, dass viele Leute sich selbst unbewusst ähnliche Label verpassen.

Aussagen wie „ich lerne einfach nicht gern“, „ich treffe nie mein Blatt“, „meine Asse zahlen sich nie aus“ oder „ich kann mich beim Spielen nicht konzentrieren“ sind alles Beispiele für unbewusste Verallgemeinerungen, die oft nicht oder zumindest nicht vollständig richtig sind. Diese Label sind Ausdruck einer feststehende Denkweise – und du lässt zu, dass sie dich im Leben steuern und einschränken.

Du kannst sein, wer du willst, wann du willst. Du kannst jemand werden, der gerne lernt. Du kannst deine Konzentration finden. Du kannst deine Blätter am Pokertisch erzielen. Und deine Asse zahlen sich in rund 80% der Fälle aus – so wie es die Wahrscheinlichkeit diktiert.

Steuere deinen inneren Monolog

Die Wachstumsdenkweise ist die innere Überzeugung, dass du jedes Ziel erreichen kannst, das du dir setzt. Eine feststehende Denkweise ist der Glaube, dass du nichts erreichen kannst, was außerhalb deiner selbst zugeschriebenen Label liegt. Solche inneren Monologe können gefährlich sein, dich einschränken und deinem langfristigen Erfolg sowie deiner Zufriedenheit im Wege stehen.

Also, wie beschreibst du dich selbst? Welche Geschichte erzählst du dir jeden Tag?

Wenn du einen Bad Beat erlebst – zuckst du mit den Achseln und spielst weiter, weil du auf dein Können vertraust, die nächste Hand besser zu spielen? Oder verfolgt dich ein Bad Beat stunden- oder gar tagelang?

Redest du dir ein, „ich wusste, dass dieses As kommt, ich habe immer Pech“, oder akzeptierst du die Wahrscheinlichkeiten des Spiels und freust dich auf die nächste Hand?

Leider neigen wir von Natur aus dazu, die Dinge negativ zu betrachten. Damit will unser Gehirn uns vor dem Scheitern bewahren, weil das Gefühl des Scheiterns die Freude über Erfolge überwiegt.

Einfach ausgedrückt: Wenn wir immer mit dem Schlimmsten rechnen, können wir nie enttäuscht werden. Diese feststehende Denkweise ist gefährlich: Wenn man das Scheitern nicht akzeptiert und als Chance begreift, etwas daraus zu lernen, erreicht man nie etwas Großes.

Verlier nie den Spaß am Pokerspiel und achte in deinem inneren Monolog auf Zeichen für eine feststehende Denkweise. Versuch, positiv zu denken, auch wenn du gerade eine miese Sitzung erlebst. Wenn du akzeptierst, dass all das zum Poker spielen dazugehört, kannst du aus deinen Ergebnissen von heute lernen, um morgen noch besser zu spielen.

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